Elon Musk, Donald Trump, manche CEOs – sie stehen für ein altes Führungsmodell in neuem Gewand: dominant, laut, gnadenlos entscheidungsstark. Kurz: Alphamanager mit ihren Stärken und Schwächen wie aus dem Lehrbuch.
Was viele für überwunden hielten, feiert in Krisenzeiten ein Comeback. In der Top-Etage heißt das: Wer bestehen will, muss das Machtspiel beherrschen – auch wenn man es nicht liebt.
In unserem neuen Blog werfen wir einen Blick auf die unausgesprochenen Spielregeln der Macht – und zeigen, wie reflektierte Führungskräfte im Alpha-Spiel bestehen, ohne sich selbst zu verlieren.
Also: Wie kann man in diesem Spiel bestehen, ohne zum Teil des Problems zu werden?
Das Alpha-Spiel
In der Realität des Top-Managements gelten ungeschriebene Regeln. Denn gerade in disruptiven VUKA-Zeiten ist Management Attention die härteste Währung. Die Folge: kollektive Autopiloten bestimmen das Führungsverhalten.
Wir sehen fünf typische Routinen:
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Fakten, keine Gefühle – Emotionen gelten als Schwäche.
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Machen, nicht reflektieren – Handlungsstärke schlägt Nachdenklichkeit.
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Keine Experimente – Verhaltensroutinen werden nicht hinterfragt.
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Harmonie um jeden Preis – Konflikte werden unter den Teppich gekehrt.
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Regeln statt Vorbild – Technische Lösungen ersetzen echtes Leadership.
In diesem Umfeld machen viele mit – gegen das eigene Wertegerüst. Aussagen wie „Ich bin eigentlich ganz anders, aber so ticken halt meine Peers“ sind tägliche Realität in unseren Executive Coachings.
Das Alpha-Spiel strategisch verstehen, ohne sich selbst zu verlieren
Wer im Alpha-Spiel nicht zerrieben werden will, braucht eine entscheidende Meta-Kompetenz: Reflexion in Echtzeit.
Das bedeutet: Beobachten statt aus dem Impuls reagieren. Denken statt automatisch mitspielen. Fühlen, was in einem selbst passiert – bevor man handelt. Denn unser Denken entsteht immer aus dem, was wir fühlen – nicht umgekehrt.
🧠 Daniel Goleman nennt das „emotionaler Fokus“.
🎯 Wir nennen es: bewusste Selbststeuerung im Alpha-Feld.
Nur so können Sie gezielt entscheiden: Wann lohnt sich Alpha-Verhalten – und wann nicht?
Adaptieren statt kapitulieren: Macht als Werkzeug, nicht als Identität
Die Lösung heißt nicht: Mitspielen um jeden Preis. Und auch nicht: Rückzug ins moralische Exil.
Die Lösung heißt: strategisch adaptieren.
Adaptieren bedeutet: „Ich BIN kein Alpha. Aber ich beherrsche das Spiel, wenn es darauf ankommt.“
Führende Persönlichkeiten, die wir begleiten, leben genau dieses Umschalten:
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im eigenen Team: vertrauensvoll, coachend, zuhörend
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im Top-Team: klar, durchsetzungsfähig, mit Dominanz auf Abruf
Das ist kein Verrat an den eigenen Werten – das ist kluges Navigieren in einem rauen Spiel.
Macht ist kein Widerspruch zur Haltung – sondern deren Werkzeug.
7 Regeln für wirksames Führen unter Alphamanagern
Diese 7 Regeln stammen aus unserer Coachingpraxis – sie helfen, das Spiel zu spielen, ohne selbst Alpha zu werden:
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Get out of your way
Reflektieren Sie Ihre inneren Blockaden.
➡️ Wer sich selbst im Weg steht, überlässt anderen die Bühne. -
Break the rules
Nutzen Sie gezielte Regelbrüche als strategisches Signal.
➡️ Sichtbarkeit entsteht durch Abweichung – nicht durch Anpassung. -
Appear powerful
Zeigen Sie Präsenz, nicht Perfektion.
➡️ Wirkung schlägt Wahrheit im ersten Eindruck. -
Build a powerful brand
Stärken Sie Ihre Führungsmarke – klar, sichtbar, konsistent.
➡️ Alphamanager respektieren Marken, nicht Meinungen. -
Build a powerful network
Macht braucht Verbündete – keine Einzelkämpfer.
➡️ Netzwerke sind die Infrastruktur von Einfluss. -
Use your power
Vermeiden Sie falsche Bescheidenheit.
➡️ Wer Macht nicht nutzt, verliert sie. -
Don’t worry about being liked
Beliebt sein ist kein Führungsziel, es geht um Respekt.
➡️ Respekt entsteht durch Klarheit – nicht durch Nettigkeit.
Was wir brauchen: Eine neue Souveränität im Umgang mit Macht
Im Alpha-Spiel zu bestehen heißt nicht, zum Alpha zu mutieren. Führung im Alpha-Spiel braucht Haltung, aber auch Taktik.
Es heißt, das Spiel zu verstehen, zu reflektieren und bewusst mitzuspielen, wenn es nötig ist – nicht öfter.
Macht, richtig verstanden, ist kein Selbstzweck. Sie ist ein Werkzeug, um Wirkung zu erzielen. Und ja: Manchmal braucht es Mut, über Grenzen zu gehen – um herauszufinden, wie weit man wirklich gehen kann.
Oder, um es mit T.S. Eliot zu sagen:
“Only those who will risk going too far can possibly find out how far one can go.”
Drei Reflexionsfragen für Ihre Führungsarbeit
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Welche der 7 Regeln leben Sie bereits – welche vermeiden Sie (noch)?
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Wo erleben Sie in Ihrem Umfeld toxische Alphamuster – und wie reagieren Sie darauf?
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Wie definieren Sie selbst souveräne Führung unter Machtspielern?
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Was sind Ihre persönlichen Alpha-Triggersituationen – und wie gehen Sie damit um?
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Welche der 7 Regeln wenden Sie bereits an – bewusst oder unbewusst?
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Wie können Sie Ihre Führungsidentität stärken, ohne sich dem Alpha-Spiel unterzuordnen?
Wenn Sie Lust auf mehr haben, hören Sie doch mal in unsere Podcast-Folge zu diesem Thema rein: „Die 7 Regeln der Macht… um unter Alphas erfolgreich zu sein“
Ihre
Anke Houben & Kai Dierke

